Elektronik wird iterieren — genau wie Software und 3D-Druck es schon taten
Dieser Post von Orbisk (orbisk.com) brachte mich zum Nachdenken.
> 💬 Aus dem LinkedIn-Post von Bart van Arnhem (Orbisk): > "Hardware is hard. I spent two decades in software before starting a hardware company." > Bart beschreibt, wie er die Iterier-Mentalität aus der Software auf Hardware übertrug: erst auf dem eigenen 3D-Drucker validieren und mit Partnern zusammenarbeiten, um Tempo zu machen. So half DeltaProto, den richtigen Sensor innerhalb einer Woche statt innerhalb eines Monats zu beschaffen. > Lies den vollständigen Post auf LinkedIn: linkedin.com/posts/bartvanarnhem_hardware-is-hard-i-spent-two-decades-in-share-7483068564166344705-sZIT
In der Software ist Iterieren seit Jahrzehnten der Standard. Du baust, testest, lernst und verbesserst. Niemand erwartet, dass Version 1 perfekt ist.
Als der 3D-Drucker sich durchsetzte, geschah im Maschinenbau eigentlich dasselbe. Ein Bauteil musste nicht mehr Wochen später vom Dreher oder Fräser kommen. Du hast eine Version gedruckt, entdeckt, was besser ginge, und ein paar Stunden später lag Version 2 auf dem Tisch.
Aber die Elektronik blieb lange zurück.
Vor etwa zehn Jahren wurde eine Prototyp-PCBA entweder von Hand oder mit denselben Prozessen wie ein Serienprodukt gefertigt. Das bedeutete: auf das Angebot warten, auf die Bestückung warten, testen, einen Fehler entdecken... und danach wieder wochenlang warten.
Als ob Hardware auf Anhieb richtig sein müsste. (Daher könnte der Spruch "Hardware is hard" durchaus stammen.)
Nicht, weil Elektronik komplizierter ist als Software, sondern weil der Entwicklungsprozess nie auf Iterieren ausgelegt war.
Genau das war der Grund, warum wir DeltaProto gegründet haben.
Nicht, um noch ein weiteres EMS-Unternehmen zu starten, sondern um die Art der Entwicklung zu verändern.
Ein Proto ist keine Mini-Serienproduktion.
Ein Proto ist eine Frage, auf die du so schnell wie möglich eine Antwort willst.
Kann dieser Footprint besser werden?
Funktioniert dieses Bauteil?
Passt dieser Steckverbinder?
Reicht diese Firmware-Anpassung?
Müssen wir noch eine Designänderung vornehmen?
Wenn du diese Fragen innerhalb eines Tages beantworten kannst statt in drei Wochen, ändert sich nicht nur die Lieferzeit.
Dann ändert sich die Art, wie Ingenieure entwerfen.
Ich glaube, dass die Elektronik dieselbe Entwicklung durchmacht wie Software und Maschinenbau zuvor.
Nicht die perfekte erste Version anstreben.
Sondern so schnell wie möglich aus der ersten Version lernen!



